2016-09-11

Niantic sperrt CyanogenMod-Nutzer und Root-Geräte aus

Seit letzter Nacht ist Pokemon Go in der Version 0.37.0 für Android und 1.7.0 für iPhone erhältlich. Doch der Freude auf neue Funktionen folgte für viele Spieler schnell die Ernüchterung. Nutzer, die Geräte mit Root-Zugriff oder Jailbreak verwenden, erhalten nur einen Bildschirm, der sagt: "Ihr Gerät oder Betriebssystem wird nicht unterstützt".

Während manche Nutzer ihre Geräte un-rooten können (seht euch Magisk an), gucken CyanogenMod-Nutzer in die Röhre. Es ist verständlich, dass Niantic Hackern und Cheatern das Handwerk legen will, doch ärgerlicherweise trifft das Unternehmen damit vor allem unschuldige Spieler. Niantic stößt damit so ziemlich jeden Android-Nutzer und Entwickler, der sich auch nur ein bisschen tiefergehend mit seinem Telefon beschäftigt hat, vor den Kopf. Ob Nintendo, das bereits früher gesagt hat, dass es keine Pay-To-Win-Spiele machen will, nach diesem Desaster weitere Spiele bei Niantic in Auftrag geben wird, bleibt abzuwarten.

Dazu kommt, dass viele Cheats mittlerweile sogar ohne Root funktionieren. Um Geräte mit Root-Zugriff zu erkennen nutzt Pokemon Go SafetyNet von Google. Das ist das gleiche System, das Android Pay und verschiedene Banking-Apps verwenden. Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Niantic versteht offenbar nicht, dass eine Verbesserung des Spiels vermutlich die beste Waffe gegen Cheater wäre.

Es ist kaum anzunehmen, dass Niantic einen Rückzieher machen wird. Die ohnehin rückläufigen Installationszahlen werden damit noch weiter zurückgehen. Ob Niantic Nutzern, die Spiel-Inhalte gekauft haben, Geld erstattet ist unbekannt, aber nicht sehr wahrscheinlich.

Hoffen wir, dass die Entwickler-Community Wege findet, das Spielen für CyanogenMod-Nutzer zu ermöglichen.

Sobald eine Lösung auftaucht, werde ich hier darüber schreiben.

PS: Wer weiterhin spielen möchte, kann 0.37.0 wieder deinstallieren und die 0.35.0 installieren. Wie lang das noch funktionieren wird, kann ich nicht sagen. Vermutlich aber nicht mehr als ein paar Tage.

Update: Es gibt eine Lösung

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